Hübsch + Harlé Architekten Stadtplaner | Grüne Halle - Hübsch + Harlé Architekten Stadtplaner

Grüne Halle

Hübsch + Harlé – Architekten

Schon seit langem war unser Architekturbüro auf der Suche nach einer geeigneten „Home Base“ für unser Team aus Architektinnen/Architekten. Für die täglichen Abläufe war das Büro in der Nürnberger Nordstadt viel zu klein geworden, da Menschen und Projekte im Mittelpunkt unserer Arbeit als Architekten stehen.

Licht, Luft und Raum mit Charakter fanden wir in der Grünen Halle. Mitte 2017 startete der Umbau und seit November 2017 sind wir im Fürther Südstadtpark zu finden.

Die Halle wurde an der Galeriekante in Büro und Kindertagesstätte geteilt. Für rund 50 Architekten und Ingenieure entstanden Arbeitsplätze, ein „Open Space Office“ mit freiem Blick durch das weitgehend verglaste Gebäude. Im Erdgeschoss befindet sich das Sekretariat, die Besprechungsräume mit der Lounge sowie Sozial- und Nebenräume. Der Besprechungsraum steht durch die großflächige Verglasung im Dialog mit dem Veranstaltungsbereich der Halle. Der Sozialraum für das Team, sowie die Nebenräume können durch vertikale Tore zur Halle geöffnet werden.

Geschichte Grüne Halle

Im Rahmen der Umgestaltung der O.-Darby-Kaserne in der Fürther Südstadt, dessen historische Bausubstanz in das Jahr 1890 zurückreicht, entstand in den frühen 2000der-Jahren ein neues Wohnquartier. Neu ist auch der Fürther Südpark, 10 ha groß, an dessen Rande die Grüne Halle liegt. Das Gebäude wurde nach dem 2. Weltkrieg als Sporthalle der US-Armee errichtet.

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Bogenkonstruktion

Die Bogenkonstruktion der Grünen Halle hat eine bauliche Entsprechung in Nürnberg: Die Luitpoldhalle.

Aus Anlass der Bayerischen Landesausstellung 1906 ließen die Vereinigten Maschinenfabriken Augsburg und Nürnberg (MAN) eine dreischiffige, verglaste Stahlskeletthalle (180 m x 49 m) zur Präsentation von großen Maschinen errichten. Der Industriebau aus Stahl und Glas hatte eine jugendstilähnliche Fassade. Benannt nach dem bayerischen Prinzregenten Luitpold (1821–1912) wurde die Halle nach 1906 weiterhin als Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt.

Nach schweren Bombentreffern brannte die Luitpoldhalle aus. Ihre eisernen Reste wurden nach Kriegsende beseitigt.

Erster Umbau 2002–2004

In der denkmalgeschützten Halle wurden Mauern entfernt und die weit geschwungenen Stahlträger freigelegt. Der obere Bereich der Längsseiten der Grünen Halle bestehen nun nahezu ausschließlich aus Glas, sie geben den Fassaden Transparenz. Ein eigens beauftragter Lichtplaner entwickelte eine Lichtkonzeption, die in der gläsernen Halle rund um die Uhr eine Sonnen durchflutete, südliche Lichtstimmung schafft – auch nach Sonnenuntergang.

Die Halle hat eine Grundfläche von 47 x 36 m und eine Höhe in der Mitte von 12 m. In den Längsseiten der Halle sind multifunktionale Räumlichkeiten untergebracht, die als Ladenlokal, Ausschank, Garderobe oder Lagerraum genutzt werden können. Die Mittelfläche der Grünen Halle fungiert als „Piazza“ und Veranstaltungsforum.

Mit dem Anspruch, dass die Halle gleichermaßen alle Sinne anspricht, visuell, auditiv, in denkmalgeschützter Bausubstanz, waren die Anforderungen hoch. Daher arbeitete Stefan Harlé und Margarete Weidinger schon in der Planungsphase eng mit Spezialisten unterschiedlichster Gewerke zusammen.

Für die akustische Planung wurde Willsingh Wilson aus Berlin hinzugezogen. Auf seinen Berechnungen fußt auch die Entwicklung der Absorber im gesamten Deckenbereich. Im Erdgeschoss sind die Wände an den Längsseiten und die Tore ebenfalls als Absorber ausgelegt. Zur Vermeidung von energiereichen Reflexionen wurden die Fensterfronten im gesamten oberen Bereich der Längsseiten schräg gestellt, so dass eintreffender Schall zur absorbierenden Decke reflektiert wird und nicht wieder in den Raum, bzw. auf die gegenüber liegende Seite zurück gelangt. Ein solches sinnvolles Detail lässt sich natürlich nur realisieren, wenn die Notwendigkeit schon bei der Planung feststehen.

Haus für Kinder

Im nördlichen & östlichen Teil des Erdgeschosses entsteht eine Kindertagesstätte mit zwei Kindergrippen – und zwei Kindergartengruppen für ca. 72 Kinder. Der Bauabschnitt der KiTa wird zu 100% von der Kämmerei Fürth gefördert. Die Außenfläche zur Nutzung als Spielfläche und Aufenthaltsfläche wird ebenfalls neu gestaltet. Die KiTa wird im September 2018 eröffnet.

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