Landratsamt Fürth

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Landratsamt Fürth

REALISIERUNGSWETTBEWERB: ERWEITERUNG LANDRATSAMT FÜRTH

Zeitraum: September – November 2019
Aufgabe: Planung eines Erweiterungsbaus für das bestehende Landratsamt Fürth in Zirndorf
mit Büronutzung, Sitzungssaal, Kantine und Bürger-Service-Büro

Ort
An einem der zentralen Zubringer zur Stadt Zirndorf liegend und geprägt von einem starken Gefälle im Süden, das den Straßenraum beim Ankommen vom bestehenden Landratsamt trennt, fordert der Ort eine Widmung sowie eine städtebauliche Einleitung ins Quartier.

Der ruhende Verkehr sowie die Erschließung wird über den, im Rücken des Bestandsbaus liegenden Parkplatz abgewickelt.

Ansatz
Diese Herausforderung wird vom Entwurf thematisiert. Der Baukörper stellt sich bewusst als Kopf des Bestandes an den Straßenraum und widmet den so entstehenden Raum als städtischen Platz. Um die bestehenden Strukturen und Wegebeziehung auf dem Grundstück zu erhalten schiebt sich der Neubau auf Straßenebene an den Bestand heran und bindet dort an. Auf Niveau des Platzes rückt er von Ihm ab. So ermöglicht er eine freie Durchwegung des Grundstücks. Die Trennung der Erschließung für Besucher auf Straßenniveau und der Mitarbeiter auf Ebene des Bestandsfoyers ermöglicht eine Neuordnung der verkehrlichen Situation, eine klare Adressbildung in Richtung Stadt sowie eine sensible Anbindung an den Bestand.

Städtebau
Der Baukörper vermeidet bewusst das Weiterbauen bestehender Strukturen und bleibt in seiner Kubatur ein eigenständiges Gebäude, das sich jedoch in seiner Richtung und Position am Bestand orientiert. Die durch den Geländesprung im Gebäude entstehenden unterschiedlichen Wandhöhen geben den jeweils vorgelagerten Plätzen einen Maßstab entsprechend Ihrer Widmung. Das Gebäude formuliert sich als repräsentative städtebauliche Geste und ist Vermittler zwischen bestehenden und neuen Strukturen.

Verkehr
Durch die Erweiterung des Bestandsparkplatzes im Osten des Grundstücks wird eine neue Parkplatzebene auf Straßenniveau geschaffen. Diese kann bei erhöhtem Besucher- aufkommen über eine Rampe erweitert werden.

Der dem Grundstück vorgelagerte Kreisverkehr dient als Verteiler für den Individualverkehr.

Die bestehende Bushaltestelle wird durch die neue Erschließungssituation ebenerdig angebunden.

Funktion und innere Erschließung
Das Bürgerservicebüro öffnet sich zur Stadt und ermöglicht eine einfache Orientierung für die Bürger, sowie einen barrierefreien Zugang zum Gebäude. Eine transparente Struktur im Inneren ermöglicht den Besuchern ein intuitives Zurechtfinden.  Front- und Backofficebereiche werden durch raumbildende Einbauten zoniert.

Alle Funktionen werden über ein zentrales Atrium erschlossen. Auf Platzniveau befindet sich eine Veranstaltungsebene mit Kantine und Sitzungssaal, die so für größere Veranstaltungen gemeinsam genutzt werden können. In den oberen Ebenen ergeben sich Blickbezüge, die Kommunikation und Orientierung zwischen den Abteilungen fördern.

Konstruktion
Durch die offene Hybridbauweiße aus Holz und Stahlbeton steht der Neubau für Nachhaltigkeit und Transparenz und schafft eine neue Identität für Mitarbeiter und Besucher. Formatwechsel in der Fassade schaffen Aus- und Einblicke und bieten dem Nutzer flexible Gestaltungsmöglichkeiten für die neuen Bürolandschaften. Die tiefen Fassadenelemente bieten Verschattung der Büroräume ohne den Ausblick zu stören. Die Verwendung von Holz gibt dem Gebäude zudem Haptik und Maßstab.

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