Stadtgold Schwabach

Hübsch + Harlé Architekten Stadtplaner | Stadtgold Schwabach - Hübsch + Harlé Architekten Stadtplaner

Stadtgold Schwabach

Städtebauliches Konzept „Stadtgold“ Schwabach | Mehrfachbeauftragung

Zeitraum: November 2019 – Januar 2020
Aufgabe: Neuentwicklung eines Wohnquartiers mit qualifizierten Freiräumen auf dem ehemaligen Niehoff-Areal an der Fürther Straße in Schwabach
Neben Wohnnutzungen sollen in kleinen Ergänzungen quartiersbezogene Dienstleistungen angeboten werden.

Das Planungsgebiet ist durch eine starke Topographie geprägt. Insgesamt steigt das Gelände von Süden nach Norden um 26 m.

Die Verkehrsbelastung der Fürther Straße lag 2013 bei ca. 13.100 Kfz mit ca. 6.2 % Schwerlastverkehr. Die Frage nach dem Umgang mit der Lärmbelastung kann einerseits mit einer baulichen Barriere beantwortet werden. Die Vermeidung einer strukturellen Abgrenzung erfordert eine erhöhte Sensibilität. Die Herausforderung, der sich dieser Entwurf stellt ist also, einerseits mit der Lärmbelastung umzugehen und gleichzeitig urbanes Leben im Straßenraum möglich zu machen. Eine gestaffelte Treppenanlage löst die starren Stützwände auf, bildet gleichzeitig den Lärmschutz und ermöglicht die Erschließung in die schwierige Topographie des Planungsgebietes. Das stets wiederkehrende, modulierende Treppenmotiv verkürzt die Wege und gibt viele Eingänge in das Quartier. Von Süden kommend, sind die verschiedenen Niveaus über Treppen, von Norden barrierefrei erreichbar.

Orthogonal zur Fürther Straße sind acht viergeschossige Zeilenbauten mit Penthäusern angeordnet. Dreigeschossige Punkthäuser, ebenfalls mit Penthäusern vermitteln mit ihrer Kleinteiligkeit zwischen den Riegeln im Westen und dem Wohngebiet im Osten.

Zwischen den Riegeln und den Punkthäusern erstreckt sich ein halbprivater Grünzug, der den Garten des Quartiers bildet.

Die Biegung im Südlichen drittel führt zu einer Spreizung der ansonsten parallelen Zwischenräume. Der entstehende Trichter bildet zugleich den Haupteingang ins Quartier und den Quartiersplatz. Die starke Steigung der Topographie wird für einen terrassierten Aufenthaltsraum genutzt. An der südlichen Kante vermittelt eine flache Treppe zwischen den Höhenniveaus. Die dem Platz zugewandten Erdgeschosse haben vorgelagerte Arkaden und bieten Raum für Kleingewerbe zur Versorgung des Quartiers. An der nördlichen Kante kann der Platz nahezu eben zu Fuß oder mit dem Fahrrad gequert werden. In der Verlängerung ist das Quartier in der Ost-West Richtung für Fahrradfahrer und Fußgänger erschlossen. Durch längs dem Weg angeordnete Spielgeräte wird der Weg zum Spielweg, dessen Ziel der Kindergarten mit Krippe ist.

Auf der dem Platz gegenüberliegenden Straßenseite ist in einem Solitär Raum für Tanz- und Kampfsportschule. Der Solitär bildet die Westkante des Platzes und lässt ihn über die Straße hinweg wirken.

Die nach dem Abriss des Bestandes entstehenden Gruben, werden vollständig für Tiefgaragen genutzt. Sämtliche Tiefgarageneinfahrten sind an den Rändern des Planungsgebietes angeordnet, sodass das Innere des Quartiers frei von motorisiertem Verkehr funktioniert. Durch das ansteigende Höhenniveau auf dem Grundstück können die Tiefgaragen ebenerdig erschlossen werden.

Freiräume

Ein wichtiger Punkt bei der Konzeption ist die Aufwertung des Straßenraums.  Durch die, sich aus dem Gelände schiebenden Terrassen, werden die Grünflächen der Wohnanlage vom Straßenniveau abgehoben.  Diese Terrassierung findet in den vorgelagerten Treppen und Grünbereichen ihre Fortsetzung. Diese kleinteilige Strukturierung des Straßenraums bietet Aufenthaltsqualität, schirmt das Quartier vom Straßenlärm ab und verbessert zudem die Akkustik im Straßenraum. Der Schall wird so nicht einfach zurück in der Straßenraum geworfen sondern abgelenkt und von der Begrünung absorbiert. Im Inneren des Quartiers wechseln sich Grünflächen, Wohnhöfe, Urban Farming und Spielzonen ab. Entlang der Wege entstehen so immer neue Perspektiven und Möglichkeiten zum Verweilen.

Erschließung

Der Quartiersplatz bildet den Auftakt und den zentralen Verteiler des Quartiers. Durch seine Lage an der Fürther Straße bietet er eine attraktive Adresse für Kleingewerbe die den Platz bespielen. Der Platz verjüngt sich in Richtung Osten und leitet Fahrradfahrer und Fußgänger ganz selbstverständlich entlang der Villa durch das Wohngebiet. Über die Treppen- und Rampenanlagen können die einzelnen Wohngebäude direkt von der Fürther Straße erschlossen werden.

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