Hübsch + Harlé Architekten Stadtplaner | Burgbergstraße Erlangen - Hübsch + Harlé Architekten Stadtplaner

STÄDTEBAULICHER IDEENWETTBEWERB – BURGBERGSTRASSE 70 IN ERLANGEN

– TEILNAHME

Zeitraum: Mai – Juni 2018
Lage: Erlangen
Aufgabe: Städtebauliche Idee
Flächen: Grundstück ca. 1,6ha

Ort
Der durch seinen wertvollen, alten Baumbestand gekennzeichneten Siedlungsraum Burgberg verlangt einen sorgfältigen Umgang mit den Grünräumen und der denkmalgeschützten Villa.
Nur eine sensibel strukturierte, städtebauliche Nachverdichtung, die ausreichend große Freiräume sichert, kann den Wert erhalten, den diese Flächen tragen.

Städtebau
Landschaft und Baudenkmäler bilden das Zentrum des städtebaulichen Ansatzes. Die Wohnstrukturen gruppieren sich um das Zentrum, entlang der Grundstücksränder und schaffen den Übergang zur periodisch gewachsenen, amorphen Nachverdichtung der Umgebung.
Die Entwicklung von kompakten, kleinteilig gegliederten Wohnbaugruppen ermöglicht die großzügige Freihaltung von Wiesenräumen und Baumgruppen im Umfeld der Villa und die Erhaltung großer Teile des wertvollen Baumbestands. Die Mittelzonen der Wohnbaugruppen sind als kleine Anger konzipiert, die die Hauszugänge und Gärtchen erschließen.

Bestandsgebäude
Gemeinschaftshaus und Kindergrippe bieten temporäre Zusatzangebot für junge Familien. Neben den multifunktionalen Ausstellungs-und Quartierräumen gibt es mietbare Büroeinheiten und Ateliers für die Bewohner.

Erschließung und Verkehr
Das Quartier ist „autofrei“, der fließende und ruhende Verkehr befinden sich außerhalb der Wohngruppen.
Von der Burgbergstraße im Süden wird eine Tiefgarage mit seitlicher Zufahrt (Südost) vorgeschlagen um diesen prägnanten Bereich nicht durch Verkehrsanlagen zu belasten.

Grün Raum
Extensive, artenreiche Dachbegrünungen aller Neubaukörper bieten Lebensräume für Flora und Fauna, verbessern das Kleinklima durch Wasserrückhaltung, erhöhen die Verdunstungsrate und schützen die Dachhaut. Die grüne fünfte Fassade trägt maßgeblich zur Einbindung in das Landschaftsbild bei.
Die freigestellten Wiesenflächen bieten weitläufige Versickerungsmulden für überschüssiges Dachwasser, die die Kanalisation entlasten und den Bodenwasserhaushalt stärkt. In diesem Kontext stehen auch die voll wasserdurchlässigen Pflastersysteme der Plätze und Wege.
Durch die Förderung artenreicher Wiesenvegetation werden Lebensräume für die unter Druck stehende Artenvielfalt von Insekten, Wildbienen und Schmetterlingen geschaffen.
Die vorhandenen Kleinstrukturen wie Bienentränke, Brunnen, Stall, Blockhaus und Gartenfigur werden bewusst in dieses Konzept einbezogen und unterstützen die gewachsene Freiraumgestaltung.
Der Hügel in der Südwestecke mit seinen Großbäumen wird für Kinder als naturnaher Spielbereich vorgeschlagen, ausgestattet mit rückhaltend eingefügten Spielelementen (Baumhäuser, Kletterseile, Schaukeln etc.).
Der Mittelbereich soll extensive Freiräume für die zukünftige Nutzung der Villa und der Nebengebäude sichern und dem denkmalgeschützten Gebäude die notwendige Freistellung als prägendes Element geben.
Die an der Ost- und Westseite in die Neubebauung eingeschobenen Grünfelder lockern die Struktur auf und bieten kleinräumige Ergänzungsangebote als gemeinsame Freiräume (Eltern und Kind bzw. „urban gardening, Grill etc.) die die kleinen Wohngärten ergänzen.

Burgbergstraße Erlangen

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